WSOP 2011 und Bankroll Management
Die WSOP geht bald wieder los. Ende Mai beginnt die Anmeldeperiode, die bis Mitte Juli dauert. Die 10’000$ Buy-In fürs Main Event sind aber ein unerreichbar hoher Betrag für mich. Wenn ich mich da ans Bankroll Management für Poker Turniere halten würde, müsste ich ja glatt 2 Millionen in Cash zum Pokern zur Verfügung haben… Allerdings denke ich nicht, dass viele der 7000 erwarteten Spieler am Main Event der WSOP 2011 über diesen Betrag verfügen werden. Vielmehr lassen sich die Spieler meiner Meinung nach in drei Gruppen einteilen:
- Hobby Pokerspieler, die sich einfach einmal diesen Traum der Poker Weltmeisterschaft leisten wollen (und das gleich mit einem USA-Urlaub verbinden)
- Profis, die live Turniere spielen, um Geld zu verdienen (und teilweise von den Pokerräumen finanziert werden, sprich die Buy-Ins werden ihnen bezahlt)
- Online Pokerspieler, die sich das Buy-In bei einem günstigen Qualifier-Turnier zusammen geluckt haben, und nun auf eine Wiederholung von Chris Moneymakers Erfolg im 2003 hoffen
Offen gestanden gehöre ich klar zur dritten dieser Gruppe. Ich plane, höchstens 100$ für Qualifier-Events auszugeben. Wenn ich da nicht über genügend Glück verfüge, dann wird es halt wieder nichts mit meiner Teilnahme an der WSOP – zumindest im 2011
ICM (Independent Chip Model) und Sit’n Go
Ich spiele alles immer noch regelmässig Poker. Nach dem Ausflug auf Rush Poker bin ich nun mal wieder bei den Sit’n Go’s gelandet. Ich spiele aktuell bei Full Tilt Poker die Full Ring SNG’s. Dort sind wir nur 9 Spieler am Tisch und nicht 10 wie bei anderen Pokerseiten. Damit ist es einfacher, ins Geld zu kommen. Soweit meine Theorie. Natürlich verdient man dann auch 10% weniger, weil ja ein Spieler weniger am Tisch das Buy-In leistet.
Es läuft nicht schlecht, obwohl ich mir mehr erhofft hätte. Deswegen habe ich mich nun etwas schlau zum Thema Sit’n Go Poker Strategie gemacht. Und auf eben dieser Seite ist mir ICM, Independent Chip Model, aufgefallen. Es ist zwar nicht ganz einfach, aber was nicht einfach ist, gibt mir einen Vorteil gegen die anderen Gegner, die nicht einmal ICM buchstabieren können, hehe. Also spiele ich da weiter und verbessere mein Spiel. Das Ziel ist ja, irgendwann meine Gewinne auscashen zu können und mir davon eine Uhr oder sonst ein Andenken an meine vielen Stunden vor dem PC beim online Pokern zu kaufen.
Double Holdem bei Party Poker
So da melde ich mich also mal wieder, und zwar aus einem bestimmten Grund. PartyPoker hat eine neue Texas Hold’em Variante eingeführt, die sich Double Holdem nennt.
Zuerst dachte ich „aha, das ist ja praktisch dasselbe wie Crazy Pineapple Poker. Und weit daneben lag ich damit nicht. Man erhält ebenfalls drei Hole Cards, muss dann aber am Flop entscheiden, welches die „Point Card“ wird. Fürs beste Blatt am River gilt dann folgendes:
- wenn die beste Kombination aus den Karten auf dem Board liegt, dann spielt die Point Card bei Double Holdem keine Rolle
- wenn man nur eine der drei Hole Cards nutzt, spielt die Point Card ebenfalls keine Rolle
- will man mit zwei der Hole Cards das bestmögliche Blatt formieren, dann muss man die Hole Card dazu verwenden.
Im Gegensatz zu Crazy Pineapple Poker ist man hier also insofern im Vorteil, als dass man nicht eine der drei Hole Cards am Flop weglegen muss. Andererseits gibt es so stärkere Hände, mit Top-Pair Top Kicker ist da nicht mehr so viel zu holen.
Ich probiere Double Holdem mal ein paar Runden aus!
Rush Poker MTT (Poker-Turniere) bei Full Tilt
Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Full Tilt ihre erfolgreiche neue Cash Game-Variante Rush Poker auch auf Multi Table Tournaments (MTT) ausdehnt.
Gespielt werden die MTT’s wie „normales“ Rush Poker, man sitzt als noch jeder gefoldeten Hand an einem neuen Tisch und erhält sofort neue Hole Cards ausgeteilt. Bei 30 oder weniger Spielern geht’s dann mit Shorthanded-Tischen weiter, die immer noch a la „Rush Poker“ gespielt werden. Beim Finaltisch ist dann natürlich fertig mit Rush Poker, da man an keinen anderen Tisch gesetzt werden kann. Das ist somit eigentlich der einzige Unterschied zu Rush Poker Cash Games, ausser dass die Blinds nicht rein nach der Anzahl Runden ohne Big Blind, sondern auch nach der vergangenen Zeit vergeben werden. Es bringt somit weniger, zu „stallen“, als bei normalen MTT’s.
Ich werd die Rush Poker Turniere mal ausprobieren, da ich eh ein ziemlicher Fan von Rush Poker geworden bin, und dann darüber berichten
Rush Poker auf NL20
Zeit, mal wieder ein Update in meinem Poker-Strategieblog zu machen. Ich bin doch bei Full Tilt und Rush Poker hängen geblieben. Dank eines Upswings
spiele ich mittlerweile auf NL 20. Ich muss sagen, dass es hier tougher als auf Rush Poker NL 10 ist. Es werden genau so wenig Hände gespielt, aber die Blinds werden einem noch öfters geklaut. Und Out of Position mit mässigen Karten in den Blinds zu spielen, zahlt sich meist nicht aus, wie ich an eigenem Leibe erfahren habe
Das Schöne an Rush Poker ist, dass man sofort Action hat. Und bei vier Tischen (dem Maximum, das man spielen kann), geht ganz schön viel ab. Und mir ist es lieber, an vier grossen Tischen zu spielen als an 12 sehr kleinen Tischen. Zudem kann man jederzeit anfangen und vor allem dann auch wieder aufhören. Das ist zwar kein Vorteil gegenüber anderen Cash Games, aber gegenüber Turnieren, und ich habe früher einige Sit and Go’s und MTTs gespielt.
Naja, Lust auf MTTs hätte ich eigentlich schon. Mal schauen ob ich es schaffe, einen ganzen Abend ausschliesslich fürs Pokern freizuhalten, dann werd ich wohl mal wieder ein Multi Table Tournament spielen, freue mich irgendwie schon darauf!
Update Rush Poker
Allzuviel gibt es seit meinem letzten Eintrag nicht zu berichten. Ich habe ein paar Sessions Rush Poker hingelegt, wo ich dank den 27% Rakeback bei Full Tilt plus/minus break even bin. Ich muss sagen, dass Rush Poker mit der Zeit schon recht monoton wird: Fold, fold, fold, fold, blind-steal, fold, fold… Es zeichnet sich auch ab, dass die „Fische“ alle viel tighter spielen. Meine Reaktion darauf ist, selbst auch tighter zu spielen, ausser wenn ich in später Position sitze. Da gehe ich mit spekulativen Händen mit in der Hoffnung, ein Monster zu floppen (was halt sehr selten vorkommt). Alternativ versuche ich, vom Cutoff und vom Button aus die Blinds zu steheln. Gibt halt jeweils auf NL 10 nur ein paar Cents, aber das ist für mich fast die profitabelste Strategie… Wie spielt ihr Rush Poker?
Grindaments mit Rush Poker
Hat jemand schon einmal Rush Poker gespielt? Ich fand es anfangs sehr spassig, ist unglaublich wie viel Action man an solchen Tischen verglichen mit normalen Cash Games hat. Rush Poker ist auch ein grosser Erfolg; schätzungsweise ein Drittel aller Cash Game Spieler bei Full Tilt tummelt sich mittlerweile an den Rush Poker Tischen.
Multitabling ist möglich, allerdings nur bis maximal vier Tische gleichzeitig (mehr kann man im FTP Client gar nicht öffnen). Ich bin mittlerweile soweit, dass ich vier Tische schaffe, aber das hat schon ein paar Tausend Hände Übung benötigt. Vier Tische Multitabling mit Rush Poker entsprechen etwa 20 Tischen Masstabling mit Cash Games, da man pro Stunde rund 5x mehr Hände pro Tisch spielt als bei einem normalen Cash Game-Tisch.
So, ich grinde mal noch eine Runde, danke für Deinen Besuch hier!
Crazy Pineapple Poker
Hat jemand von euch schon mal von Crazy Pineapple Poker gehört? Ich bis vor kurzem auch nicht. Dann bin ich aber auf diese Seite hier mit den Regeln für Crazy Pineapple Poker gestossen.
Crazy Pineapple Poker ist eine Texas Holdem Pokervariante, die sich sehr ähnlich wie das normale Texas Holdem spielt. Der Unterschied ist, dass man drei statt nur zwei Hole Cards ausgeteilt erhält. Nach der zweiten Setzrunde am Flop muss man dann aber eine der drei Hole Cards ablegen. Sieht sehr spannend aus, ich werde das mal in einer Home Runde mit Kollegen spielen, da die Strategie bei der „verrückten Ananas“ (die deutsche Übersetzung von Crazy Pineapple) anspruchsvoller zu sein scheint als beim normalen Texas Holdem.
Hat das jemand von euch schon gespielt?